Burlesque Show in Berlin +4917686373350
Die musikalische Gestaltung bricht bewusst mit den Konventionen des klassischen Burlesque und verleiht dem Akt eine eigene Tiefe und Charakterstärke. Dieser Kontrast wird nicht abgeschwächt, sondern bewusst eingesetzt und wird so zu einem zentralen Bestandteil der Ästhetik — ein seltenes Zusammenspiel von Spannung und Schönheit.
„La Fée Verte“ wird für Veranstaltungen gewählt, bei denen nicht nur visuelle Opulenz gefragt ist, sondern eine Atmosphäre, die Emotionen auslöst. Dieser Akt ist nicht darauf ausgelegt, universell zu gefallen — genau darin liegt seine besondere Wirkung. Er bleibt als etwas Persönliches, Raffiniertes und Unvergessliches im Gedächtnis.
Im Gegensatz zur klassischen Champagne-Glass-Performance, deren Ursprung bis in die Zeit der Prohibition in den USA zurückreicht, ist „La Fée Verte“ eine vollständig originäre, von Katrin entwickelte Arbeit. Sie interpretiert keine bestehende Tradition neu, sondern erschafft eine eigene Form innerhalb des Genres. Die Konstruktion des Absinthglas, seine Proportionen, die visuelle Sprache sowie die dramaturgische Struktur wurden von ihr von Grund auf entwickelt und offiziell patentiert — was diesen Akt zu einem einzigartigen Unikat macht.
Dauer: 6:26 Minuten außergewöhnlicher Kunst.
LA FÉE VERTE
Seit jeher ist Absinth von einer Aura aus Geheimnis, Verbot und gefährlicher Verführung umgeben. Man nannte ihn die „Grüne Fee“ — die Muse von Künstlern, Dichtern und all jenen, die es wagten, tiefer zu empfinden als gewöhnlich. Er entführt nicht aus der Realität — er schärft sie, lässt jede Empfindung intensiver und beinahe greifbar werden.
In ihrem Akt „La Fée Verte“ greift Katrin genau diesen Zustand auf und erschafft nicht einfach eine Darbietung, sondern eine Atmosphäre, in der raffinierte Ästhetik auf innere Spannung trifft. Es ist kein Spiel der Verführung, sondern eine fein komponierte Performance, in der Schönheit, Stärke und ein Hauch von Zerbrechlichkeit in einem präzisen Gleichgewicht existieren und eine vielschichtige, faszinierende Wirkung entfalten.
Im Zentrum des Geschehens steht ein großer Absinthglas, um den sich die Handlung entfaltet. Licht, Flammen, das Aufschlagen der Flüssigkeit, Bewegung und Körperlichkeit verschmelzen zu einer geschlossenen visuellen Komposition, in der jedes Detail bis zur Perfektion ausgearbeitet ist. Der Raum scheint sich zu verdichten, während sich die Aufmerksamkeit des Publikums vollständig auf das Geschehen richtet. Es gibt keine zufälligen Gesten — nur Präzision, Kontrolle und Ausdruck.
"Solche Acts werden gewählt, wenn es darum geht, nicht nur zu beeindrucken, sondern einen Moment zu schaffen, der einzigartig bleibt und sich nicht reproduzieren lässt."
Historisch gesehen zählt die Darbietung im Glas zu den bekanntesten Symbolen des Burlesque: eine Atmosphäre aus Geheimnis, Musik, Alkohol und einer Frau, die die Illusion verbotener Verführung verkörpert. Die erste bekannte Interpretin dieses Konzepts war Rita Atlanta (Alexander) in den 1950er Jahren, für die der Begriff „Champagne Girl“ geprägt wurde.
In den 2000er Jahren verhalf Dita Von Teese diesem Akt zu neuer internationaler Bekanntheit, indem sie die klassische Form wiederbelebte und damit einen bis heute maßgeblichen Qualitätsstandard setzte.
Heute markiert „La Fée Verte“ den nächsten Schritt in der Weiterentwicklung des Genres. Es ist keine Rekonstruktion und keine stilistische Referenz, sondern eine eigenständige künstlerische Position, in der klassische Elemente in eine moderne, komplexere und ausdrucksstärkere Form überführt werden. Burlesque wird hier nicht als Nostalgie verstanden, sondern erhält eine neue, mutige und unverwechselbare Stimme.